Netz-Werke

Netz-Werke, Gesamtansicht von rechts Netz-Werke, Detailansicht

Künstler:
Sophie Rank
Kunst-Nummer:
K101.02
Anschaffungsjahr:
2005
Standort:
Sportzentrum (Institut für Sportwissenschaft - Ostwand)
Beschreibung:
4 Stahlgitter mit Maschenabstand 10 x 10 cm, jeweils circa 2,20 m hoch
9 Stahlgitter mit Maschenabstand 5 x 5 cm, jeweils ca. 2,20 m hoch
verzinkt, lichtechte Wandfarbe
Intention des Künstlers:
Künstlerische Vorgabe
Als künstlerische Vorgabe war gefordert, dass die Arbeit sich auf das Thema Sport bezieht und sich mit dem Gebäude auseinandersetzt. Die Entwurfsphase konzentrierte sich bald auf das Netz, das in vielen Sportarten verwendet wird und gleichzeitig im übertragenen Sinne für Netzwerke, die auch im Sport, im Sponsoring und im Sportbusiness von großer Bedeutung sind, steht.
Aus der Fülle der Sportarten wurden exemplarisch drei Bewegungsabläufe gewählt, die in mehreren Sportarten zum Tragen kommen, z.B. Laufen als Wettkampf, aber auch im Fußball, Tennis etc. Für die Außenwand wurde das Netz wegen der Witterungseinflüsse in der Geflechtsstruktur eines verzinkten Gitters verwendet. Gleichzeitig ermöglicht es eine gewisse Abstraktion der Figuren, die durch die unterschiedliche Distanz zum Mauerwerk und die Strukturüberlagerungen noch erhöht wird.

Raumwirkung
Die dargestellte Bewegung wird verstärkt durch das Übereinaderlappen einzelner Raster. Der bewusst eingesetzte, unterschiedliche Abstand zur Betonfläche führt zu Schattenbildung, so dass die Figuren je nach Tageszeit und bei meteorologischen Veränderungen ihre visuelle Erscheinung wechseln, das heißt anders laufen springen werfen, somit Vitalität und Veränderung und Dynamik beinhalten. Die Figuren vor der grauen Betonwand heben sich bei Sonne stärker ab, bei bewölktem Himmel sind die Figuren vor farblich gestalteten Elementen deutlicher zu erkennen.

Sportarten
Aus der Fülle der Sportarten, die sich nicht nur zum Beispiel in Leichtathletik, Kampfsport, Schwimmen usw. unterteilen lassen, sondern auch in Mannschafts- und Einzelsport, Winter- und Sommersport wurden exemplarisch drei erkennbare Bewegungsabläufe gewählt. Der Werfer ist als Einzelsportler (zum Beispiel Diskus-, Speer- oder Kugelwerfer) bekannt. Den Bewegungsablauf des Werfens gibt es jedoch auch im Mannschaftssport, wie zum Beispiel beim Handball, Volleyball oder Basketball. Gleiches gilt für die Läuferfiguren, wie zum Beispiel beim 100-Meterlauf, Marathon, Staffellauf oder auch beim Fußball und anderen Sportarten. Die Bewegung des Springens findet sowohl in der Leichtathletik als auch zum Beispiel beim Schwimmen statt.